In den südlicheren Alpengefilden hagelt es wohl sehr oft, wenn es dafür eine eigene Versicherungsgesellschaft gibt: Die Schweizerische Hagelversicherungsgesellschaft hat nun ein paar interessante Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr bekannt gegeben. So wurden ungefähr 10.155 Schäen gemeldet, die aufgrund von Hagelschlag anfielen. Die restlichen Schäden (insgesamt ca. 3359) waren sonstige Unwetterschäden wie etwa Erdrutsche, Überschwemmungen und Stürme. Diese hohe Anzahl an Schäden forderte dann auch ihren Preis: Rund 62,5 Millionen Schweizer Franken zahlte die Versicherung aus und machte gemessen an ihren Prämieneinnahmen und den Anlageerträgen ein gewaltiges Defizit. Laut dem Vorstand entspreche das einer Belastung von 122% der Prämieneinnahmen. Ebenso hat die Schweizerische Hagelversicherungsgesellschaft auch in den ausländischen Standorten in Frankreich und in Italien eine Krise hinnehmen müssen, nachdem auch dort die Schadenssummen insgesamt fast die gesamten Einnahmen auffraß (fast 97% Belastung). Damit kehrt sich die ohnehin schon 2006 nicht sehr umfangreiche Gesamtsumme – die sogenannte Combined Ratio, also Prämienvolumen vs. Ausgaben – von rund 88% auf defizitäre 125%. Dem Versicherer bleibt also nur zu hoffen, dass die Extremwetterlage dieses Jahr nicht so heftig zuschlägt; nach "Emma", "Paula" und zuletzt "Kirsten" bleibt das aber fraglich.

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