kein Alkohol im Straßenverkehr

kein Alkohol im Straßenverkehr

Jedem Autofahrer ist klar, dass es erforderlich ist, eine Versicherung für sein Auto abzuschließen, so dass man für den Fall der Fälle abgesichert ist und zumindest ein Teil des Schadens oder auch der ganze Schaden durch die Versicherung übernommen wird. Ohne Versicherung muss der Unfallverursacher für den Schaden komplett allein aufkommen. Auch eine Unfallversicherung sollte abgeschlossen werden, so dass wenn dem Versicherten etwas zustößt, die Kosten für den Unfall und die eventuelle ärztliche Betreuung übernommen werden können. Zudem ist auch jedem Autofahrer bewusst und bekannt, dass er oder sie sich nicht hinter das Steuer eines Wagens setzen sollten, wenn sie oder er betrunken ist. Zumal es im alkoholisierten Zustand kaum möglich sein sollte, das Zündloch des Wagens zu finden. Wie ist es jedoch bei einem Fußgänger, der mit einer solchen Promillezahl in der Stadt unterwegs ist? Wie reagiert die Unfallversicherung in einem solchen Fall? Nun stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, wer für den Schaden aufkommt, wenn beim Fußgänger ein Alkoholwert von 2,34 Promille nachgewiesen werden kann. Das Oberlandesgericht in Dresden musste sich mit dieser Frage beschäftigen und kam zu dem Ergebnis, dass ein Versicherten ganz klar den Schutz seiner privaten Unfallversicherung verliert, wenn er oder sie mit einer solch hohen Promillezahl unterwegs ist. Es kann in einem solchen Fall auch davon ausgegangen werden, dass das Bewusstsein des Betroffenen gestört ist und er nicht mehr angemessen reagieren und agieren kann. Genau diese Störung des Bewusstseins ist vom Schutz der Versicherung ausgeschlossen, so entschieden es die Richter. In dem konkreten Fall ging es um einen Mann, der eine Treppe heruntergestürzt war, jedoch eine Unfallversicherung hatte. Für die Richter war ganz klar, dass der Sturz durch den Alkoholwert im Blut begünstigt wurde. Sie stimmten also der Versicherung zu, dass in einem solchen Fall kein Schutz bestehen darf und kann. Wichtig zu erwähnen ist noch, dass Fußgänger schon seit längerer Zeit mit einem höheren Bußgeld rechnen müssen, wenn sie getrunken haben und somit alkoholisiert unterwegs sind. Das Bußgeld beträgt bei einem Verstoß gegen die 0,5-Promille-Grenze 3000 Euro und wurde demnach verdoppelt.