Kilometerstand muss angegeben werden

Kilometerstand muss angegeben werden

Sie wollen mit Ihrem Auto eine Fahrt unternehmen und müssen zum großen Schrecken feststellen, dass Ihr Wagen sich nicht dort befindet, wo Sie es zuletzt abgestellt haben, weil es nämlich gestohlen wurde. Hier bekommen Sie nun ein paar wichtige Hinweise, die Ihnen für die Abwicklung des Diebstahls mit der Versicherungsgesellschaft helfen. Dabei gibt es einige Dinge zu beachten, die ohne Einhaltung zu einem Verlust des Versicherungsschutzes führen können. Das Oberlandesgericht in Frankfurt hat entschieden, dass ein Beschädigter, dessen Auto gestohlen wurde, die Kilometerleistung des Wagens beim Melden des Diebstahls an die Versicherung genau angeben muss. Sollte dies nicht geschehen, droht dem Versicherungsnehmer der Verlust des Versicherungsschutzes. Der Entscheidung lag ein konkreter Fall zugrunde, in dem es um einen Mann ging, dessen Auto gestohlen wurde und der Forderungen an die Kfz-Versicherung stellte. Er wollte aufgrund des Diebstahlt eine Zahlung von 10.000 Euro für seinen Wagen einklagen. Die Versicherung sah keine Veranlassung diese Zahlung zu tätigen, da der Mann versucht hatte, die Versicherung zu täuschen. Er musste nämlich die Laufleistung des Autos angeben und legte diese auf 32.000 Kilometer fest. Tatsächlich hatte der Wagen aber bereits 43.000 Kilometer Laufleistung. Dieses Vorgehen des Geschädigten sah das Gericht als eine vorsätzliche Täuschung an und durchschaute den Plan des Mannes: Er wollte nämlich den Restwert des Autos höher veranschlagen als er tatsächlich war und um so mehr Geld von der Versicherung zu bekommen. Für die Versicherung hätte dies ein Schaden von 450 Euro bedeutet. Die Abweichung von der tatsächlichen Laufleistung des Wagens von 11.000 Kilometer hätte bedeutet, dass der Gesamtwert des Autos auf 5% mehr steigt. Aus diesem Grund könne die Vorgehensweise des Mannes nicht als Bagatelle angesehen werden, denn eine solche Steigerung des Wertes sei enorm. Unabhängig davon hatten die Sachbearbeiter, die für die Versicherung tätig waren, erhebliche Zweifel, ob es sich im konkreten Fall überhaupt um einen Diebstahl handelte, denn die Angaben des Mannes waren nicht ausreichend und auch seine Autoschlüssel konnte er auf Nachfrage nicht vorlegen. Daher musste der Mann den gesamten Schaden selbst tragen.