Unfallversicherung

Unfallversicherung

Viele Schüler und Studenten nutzen die Ferien oder die vorlesungsfreie Zeit dazu, um in einem Praktikum Berufserfahrungen zu machen oder in einem Ferienjob ein wenig Geld dazuzuverdienen. Da dies allgemein bekannt ist, weisen die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung und die Unfallkasse Rheinland-Pfalz jetzt zum Ferienbeginn darauf hin, dass Schüler und Studenten während eines Praktikums oder eines Ferienjobs wie normale Arbeitnehmer in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert sind.

Dabei entstehen den Schülern und Studenten keine Kosten, weil der Arbeitgeber bzw. dessen Unfallversicherungsträger die Kosten komplett übernimmt. Sollte Interesse bestehen, zu erfahren, wer der Unfallversicherungsträger des jeweiligen Betriebs ist, kann man sich ganz einfach an die Personalabteilung wenden, die darüber Auskunft geben kann. Der Versicherungsschutz in der Zeit des Praktikums oder Ferienjobs besteht ab dem ersten Arbeitstag an. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange das Arbeitsverhältnis andauert oder wie hoch das Entgelt ist. Kurzum: Der Versicherungsschutz gilt für Mini-Jobs ebenso wie für unbezahlte Praktika. In den Versicherungsschutz eingeschlossen ist auch der Weg zur Arbeitsstelle und wieder zurück nach Hause.

Sollte also ein Arbeits- oder Wegeunfall passieren, werden alle Kosten, die beispielsweise für Heilbehandlungen, Rehabilitation und Lohnersatzleistungen benötigt werden, von der gesetzlichen Unfallversicherung übernommen. In einem solchen Fall wird keine Praxisgebühr fällig und auch die Vorlage der Krankenversicherungskarte ist ebenfalls nicht notwendig. Wenn aus dem Unfall eine dauerhaft eingeschränkte Erwerbsunfähigkeit resultiert, übernimmt die Unfallversicherung dann auch die Zahlung einer Rente und bei Pflegebedürftigkeit entsprechende Pflegeleistungen. Viele Studenten und Schüler entscheiden sich auch im Ausland zu jobben oder ein Praktikum zu absolvieren. Hier ist es wichtig zu wissen, dass sie dort nicht über die gesetzliche Unfallversicherung versichert sind. Dies trifft auch dann nicht zu, wenn das Unternehmen, für das gearbeitet wird, eine deutsche Firma ist. Aus diesem Grund rät die Unfallkasse Rheinland-Pfalz sich genau vor Antritt des Auslands-Praktikums oder des Ferienjobs über die verschiedenen Möglichkeiten der Absicherung gegen Arbeitsunfälle zu informieren. Zusätzlich dazu sollte in jedem Fall eine ausreichende Auslands-Krankenversicherung abgeschlossen werden.