Pflegeheim

Pflegeheim

Aufgrund der guten medizinischen Versorgung in Deutschland steigt die Lebenserwartung eines jedes Einzelnen. Daher ist es besonders wichtig, dass eine gute Altersvorsorge gewährleistet wird. Das Gesetz schreibt vor, dass man eine Pflegeversicherung abgeschlossen hat. Da diese aber oftmals nicht ausreicht, besteht die Möglichkeit, private Zusatzversicherungen als Ergänzung abzuschließen. Diese privaten Zusatzversicherungen sind aber nicht für jedermann gleich hoch einzustufen, wie die „Welt“ jetzt aufmerksam machte. Sollte die Pflegeversicherungen wegen eins tragischen Unfalls oder Ähnlichem in Anspruch genommen werden müssen, zahlt diese in einem Bedarfsfall bis zu 1470 Euro. Sollte es aber dazu kommen, dass die Pflege des Patienten nur in einem Heim vorgenommen werden kann, reichen die Zahlungen der gesetzlichen Pflegeversicherung lange nicht aus, denn ein Heimplatz kann sehr schnell das Doppelte oder sogar noch mehr kosten. Diese Deckungslücke zwischen den Zahlungen der gesetzlichen Pflegeversicherung und den tatsächlichen Kosten für einen Heimplatz können Pflegezusatzpolicen füllen. Viele Versicherungen, insbesondere Lebensversicherer und private Krankenversicherer, bieten diese Pflegezusatzpolicen an, die auch von der Bevölkerung sehr gern angenommen werden. So merkt die „Welt“ an, dass im Jahre 2007 über eine Million Zusatzpolicen abgeschlossen wurden, was einen Zuwachs von 18% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dabei beruft sich die „Welt“ auf den Verband der privaten Krankenversicherung. Doch wann ist eine Pflegezusatzversicherung wirklich sinnvoll für den Versicherten? Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BdV) sieht den Abschluss einer Pflegezusatzversicherung nur dann als sinnvoll an, wenn alle anderen wichtigen Versicherungen wie beispielsweise die Berufsunfähigkeitsversicherung bestehen, die Altersvorsorge abgedeckt ist und gewährleistet ist, dass die Beiträge langfristig gezahlt werden können. Diese zusätzliche Versicherung sollte also mehr als eine mögliche Option und nicht als eine obligatorische Maßnahme angesehen werden. Wenn der Entschluss gefallen ist und eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen werden soll, sollten die vertraglichen Bedingungen genau geprüft werden. Dabei sollte besonders auf den Umfang und die Qualität der Leistungen geachtet werden, denn zwischen den einzelnen Anbietern gibt es nämlich große Leistungsunterschiede für die gleichen Beitragszahlungen. Die Beiträge richten sich in der Regel nach Eintrittsalter (je älter, desto teurer) und Gesundheitszustand des Versicherten und der Art der Pflegezusatzversicherung (Pflegekostenversicherung vs. Pflegetagegeld).